Erkenntnisse vom People&Culture Festival #pcf25

PSYCHOLOGISCHE GESUNDHEIT IM BETRIEB: VOM RISIKOFAKTOR ZUR RESSOURCE

  1. Psychische Belastungen – mehr als individuelle Verantwortung

Psychische Erkrankungen machen 15% aller Fehltage aus: Die multiplen gesellschaftlichen Krisen verstärken die Problematik, weil Menschen schon mit Ängsten und Verunsicherung in den Betrieb kommen.

Nicht erst relevant, wenn der Burnout vor der Tür steht: Wir reden dabei aber zu viel über psychische Belastungsstörungen, als Extremfall. Psychische Gesundheit ist eine fließende Linie, auf der wir uns alle irgendwo zwischen Störung und vollständiger Gesundheit befinden.

Psychische Gesundheit als Gemeinschaftsaufgabe: Es braucht ein Zusammenspiel aus individueller Selbstfürsorge, Verantwortung der Führung und Teamkultur.

Gesundheitsangebote: Gemeinsame Yoga-Kurse oder Meditationsangebote helfen, sind aber nicht für jeden die passende Form. Vorsicht! Wird bei Selbstfürsorge nur auf individueller Ebene angesetzt, kann aus dem Um-sich-selbst-Kümmern eine neue Leistungsanforderung werden.

Soziale Unterstützung hält psychisch gesund: Deswegen im Unternehmen Räume schaffen, um Privates zu teilen (Check-In im Weekly, offene Events)

Als Führungskraft bei sich selbst anfangen: Eigene Haltung zu Gesundheit hinterfragen. Was für Glaubenssätze habe ich? Dann der Blick auf das Team. Unbewusst vermittelt man durch eigenes Verhalten, wie man Karriere macht und was im Unternehmen gewünscht ist.

Leistungsdruck steuern: Leistung kann nicht immer ansteigen, sondern ist vielmehr eine Sinus-Funktion, mit Pausen. Innehalten und Phasen des Drucks in Pausen reflektieren: wie sind wir damit umgegangen? Gab es Konflikte, die hochgekommen sind?

Das Team mitnehmen: Psychische Belastung kann auch im Umgang miteinander entstehen. Im Team Regeln für gewünschtes und unerwünschtes Verhalten erarbeiten und Konsens herstellen. Dabei definieren, was bei nicht Einhaltung geschieht und wer verantwortlich ist zu handeln (Leitung oder Kolleg:innen).

Ursprung toxischer Kultur untersuchen: Unkollegiale Verhaltensweisen haben ihre Wurzeln in der Unternehmenskultur. Meist ziehen einzelne Mitarbeitende daraus ihren Nutzen, erhalten ein Zugehörigkeitsgefühl der jeweiligen Unterstützergruppe.

BGM kommuniziert Mitarbeitenden, du bist wertvoll: BGM ist mehr als der Obstkorb und Pflichtvorsorgen.

Drei Schritte sind entscheidend: Awareness schaffen, Gesundheitsherausforderungen analysieren, Maßnahmen umsetzen.

Umgehen mit Altern am Arbeitsplatz: Gespräche über das Altern und die damit verbundenen beruflichen Herausforderungen, Gesundheitscoaches, Programme für Mentoring und Reverse Mentoring (Wissenstransfer).

Menstruation wird oft als Problem tabuisiert: Ein negatives Bild bleibt bestehen (Gereiztheit).

Jede Phase des Zyklus hat eine Superpower: Klarsicht für Systemfehler, Mut zur Veränderung, das Erkennen von Grenzen. Unternehmen, die zyklussensibles Arbeiten fördern, nutzen diese Qualitäten – etwa durch Reflexionsformate oder Tracking-Tools.

Mehr Info: zykluspower.de.


Mein Angebot: Arbeitszufriedenheit als Hebel für psychische Gesundheit

Ich unterstütze Teams dabei, Arbeitszufriedenheit aktiv zu gestalten – durch klare Regeln, sichere Räume und die Anerkennung individueller Bedürfnisse. Denn wer sich im Team getragen fühlt, bleibt psychisch gesund.


https://www.medianet-bb.de/de/event/people-culture-festival-2025

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