Erkenntnisse von der kulturBdigital Jahreskonferenz (8.10.2025)
In Zeiten knapper Ressourcen braucht es innovative Ansätze. Die Jahreskonferenz von KulturBdigital stand unter dem Motto „Besser teilen“ und zeigte spannende Best-Practice-Beispiele.
Kategorien für Sharing-Ansätze:
- Wissen teilen
- Infrastruktur teilen (Werkstätten, Maschinen, Proberäume)
- Dinge teilen (Werkzeuge, Requisiten, Kostüme)
- IT-Infrastruktur teilen
Beispiele:
- Portale wie Cosum.de und Berlinleiht.de ermöglichen den Verleih von Werkzeugen und Küchengeräten. Auch Theater können Ausstattung leihen sowie bereitstellen.
- Das Niedersächsische Staatsschauspiel Hannover kooperiert mit kleineren Häusern wie dem Theater Celle, um Werkstätten, Kostüme und Requisiten gemeinsam zu nutzen. Eine IT-Plattform bietet Zugang externer Partner zu den eigenen Ressourcen. Auch im Weiterbildungsbereich (z.B. Pflichtschulungen Arbeitssicherheit, KI, …) ist eine Zusammenarbeit geplant.
- Code-Sharing in der Informatik könnte auch für Theater nützlich sein. Gemeinsame Entwicklungsprojekte reduzieren Kosten.
- Und zuletzt ein Gedankenspiel aus dem Workshop: Gemeinsame Workshops zur Ermittlung von Future Skills für Mitarbeitende und gegenseitige Unterstützung bei der Analyse bestehender IST-Kompetenzen. Zudem können Erkenntnisse aus Innovations-Scouting geteilt werden.
Herausforderungen:
- Hoher Produktionsdruck
- Unterschiedliche Bedarfe in der IT
- Ungleiche Ressourcen und einseitige Partnerschaften (Free-Rider-Problem)
Lösungsansätze:
- Bisher: Initiative einzelner Personen und externe Förderung (in Hannover: Kulturstiftung des Bundes, Programm „übermorgen“).
- Wünschenswert: Entwicklung einer internen Vision für Sharing, die von allen Mitarbeitenden getragen wird.
Es braucht Mut, Dinge anders zu machen. Lasst uns heute damit beginnen!
Meine Angebote für Sie:
- Workshops zur partizipativen Entwicklung einer Sharing-Strategie in Ihrer Einrichtung
- Moderation von Kreativ-Sessions mit Kultureinrichtungen aus der Umgebung