Viele gemeinnützige Organisationen sind in der Situation, dass die Gründergeneration von Bord geht. Damit verlassen oft die Visionäre das Team – Menschen, die über gute Netzwerke verfügen und mit ihrer Initiative strategische Entwicklungen angeschoben haben.
Es ist notwendig, dass die nachfolgende Generation aktiver die Lenkung der Organisation übernimmt – strategische Entscheidungen trifft und diese auch umsetzt. Ansonsten droht ein langsames Sterben.
Wie kann der Übergang gelingen?
Element 1: Gewünscht ist Ownership für die Zukunft der Organisation. Dies können jüngere Mitglieder nur entwickeln, wenn sie in strategische Diskussionen einbezogen werden. Strategieentwicklung in Co-Creation schafft einerseits den Raum, mitzudenken und dabei zu lernen. Gleichzeitig entsteht dabei auch ein Vertrauen der Gründer:innen in die strategische Kompetenz des Nachwuchses.
Element 2: Gewünscht ist die Fähigkeit, Führung zu übernehmen und Vorhaben voranzubringen ohne das Standing der altgedienten Gründer:innen. Dafür braucht es Strukturen, die personenunabhängig funktionieren. Eine agile Umsetzungssteuerung verankert die Führungsaufgabe in einem getakteten Prozess der Planung, des Controllings und der Reflexion.
Element 3: Gewünscht ist eine breite Kompetenz in allen Funktions- und Handlungsbereichen der Organisation. Aber die Lücke der Gründer:innen kann und sollte nicht von einer Person übernommen werden. Das Ausscheiden der Visionäre bedeutet daher auch eine Umstellung der Führungsarchitektur auf eine moderne, rollenbasierte Führung mit geteilten Verantwortlichkeiten.