Learning aus dem GRIPS
Am GRIPS Theater sind Auswertungen nach Neuproduktionen ein zentrales Instrument für Mitbestimmung und institutionelles Lernen. Doch oft dominieren zwei Probleme:
🔹 Fokus auf das Negative: Es wird intensiv über bekannte Probleme gesprochen, ohne konstruktive Lösungen zu entwickeln.
🔹 Schuldzuweisungen: Statt Selbstreflexion wird Kritik an anderen geübt, besonders an Leitung, Regie oder künstlerischen Produktionsleitung.
Marshall Goldsmiths Feed-Forward-Prinzip bietet eine Alternative: Kein Rumtreten in der Vergangenheit, sondern konkrete Tipps für die Zukunft – als Geschenk, das frei genutzt werden kann.
So könnte eine Feed-Forward-Auswertung aussehen:
1️⃣ Für die Regie: Selbstwahrnehmung teilen, dann konkrete Verbesserungsvorschläge vom Team sammeln – und umgekehrt.
2️⃣ Im Team: Kollegiale 1:1-Gespräche oder gewerkeübergreifender Austausch (z. B. Technik ↔ Schauspiel). Jede:r wählt einen Tipp für die nächste Produktion.
3️⃣ Follow-Up: Bei der nächsten Auswertung wird der Fortschritt thematisiert – auch bei wechselnden Teams.
Warum das besser ist? Es schafft eine Kultur des vorwärtsgerichteten Lernens – schnell, wertschätzend, effektiv.
Gerne moderiere ich Feed-Forward-Gespräche in Ihrem Haus. www.mioberatung.de
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