Erkenntnisse von 2 Tagen BIG & GROWING Festival

Resilienz im Team: Validierende Kommunikation als Schlüssel

Gesund bleiben in der Transformation ist kein Selbstläufer – es erfordert aktives Handeln. Teamresilienz bedeutet, wenn Herausforderungen bewältigt werden, ohne dass Gesundheit, Leistungsfähigkeit oder Zusammengehörigkeit leiden.

Ein zentraler Erfolgsfaktor ist validierende Kommunikation. Das bedeutet: Emotionen wie Wut, Angst oder Trauer ernst nehmen und als rational anerkennen – aber gemeinsam in funktionales Handeln transformieren.

Neben validierender Kommuniktion ist Transparenz wichtig. Das Problem muss ohne Beschönigung benannt werden, mit Ehrlichkeit über Ursachen sowie eigenem Unwissen. Um nicht in Dauerschleife kommunizieren zu müssen, hilft es Termine für weitere Updates zu definieren.

Für gute Kommunikation ist jedoch nicht nur die Leitung zuständig. Auch die Kommunikation von Mitarbeitenden zur Führung sowie unter Mitarbeitenden ist entscheidend. Jeder ist mit verantwortlich für ein gutes Wir-Gefühl.

Die Frage, was das Team braucht, um Miteinander gut zu funktionieren und gemeinsam Freude auf der Arbeit zu haben, bekommt in Krisenzeiten eine besondere Bedeutung. Soziale Unterstützung hilft, um mit Unsicherheit umgehen zu können.


Future Skills: 39% unserer Kompetenzen sind bald obsolet.

Laut dem Future of Work Report des World Economic Forum werden 39% unserer heutigen Fähigkeiten in fünf Jahren nicht mehr relevant sein oder sich stark verändern. Die Lücke zwischen dem, was wir können, und dem, was wir brauchen, wird größer – besonders bei Führungskräften.

Ein Beispiel: Unser Denken basiert auf Linearität, wir schreiben Wissen fort. Denken in Systemen, Exponentialität oder Disruption sind wir nicht gewohnt, ist aber schon für heutige Zeiten relevant.

Wenn KI bestimmte Tätigkeiten übernimmt, besteht zudem die Gefahr des Deskilling – etwa im kreativen Denken. Doch wie vermeiden wir Kompetenzverlust?

KI sollte Denkräume öffnen, nicht das Denken abnehmen. Sonst rosten unsere Skills in starren Strukturen ein.

Unternehmen sind gut daran beraten, Future Skills zu fördern – anstatt darauf zu hoffen, diese durch neue Mitarbeitende einzukaufen. Der Future Skills Navigator zeigt, welche Kompetenzen im Team notwendig sind, um relevant zu bleiben.  


Agile Iteration: Was passiert, wenn nichts mehr „fertig“ wird?

In der Digitalisierung hinken wir oft hinterher: Alte Prozesse sind noch nicht abgeschlossen, da kommt schon das Nächste. Was macht das mit uns, wenn alles nur noch Zwischenstand ist? Gerade in agiler Iteration ist das Ende eines Sprints nicht mehr als der Anfang des nächsten.

Die Herausforderung: Menschen brauchen Erfolge – auch in iterativen Schleifen. Die Frage ist nicht, ob wir mit halbgaren Lösungen leben können, sondern: Wie gestalten wir den Übergang, damit Teams nicht ausbrennen, sondern wachsen? Agiles Management braucht ein umso bewussteres Feiern von Erfolgen, damit Teams nicht ausbrennen. Auch Sprint-Pausen helfen, Belastungen zu verringern.


Was denkt ihr? Wie werden Unternehmen zukunftsfähig, angesichts zunehmender Anforderungen, ohne dass ihre Teams ausbrennen? Ich freue mich auf eure Perspektiven!

LinkedIn