In meiner Zeit als Geschäftsführer am GRIPS Theater hat mich ein Thema besonders beschäftigt: die Unzufriedenheit im Team. Die Vorwürfe an die Leitung sind schnell formuliert: zu wenig Wertschätzung, undurchsichtige Entscheidungen, mangelnde Reaktion auf Feedback, Überlastung, fehlender Schutz vor Mobbingvorwürfen. Doch oft liegen die Ursachen tiefer – nicht in der Persönlichkeit der Führung, sondern in der Kultur der Organisation selbst.
Denn Kultur prägt das Miteinander:

· Wenn hinter dem Rücken über andere hergezogen wird, dann erleben Mitarbeitende keine Wertschätzung.
· Wenn im Team keine gemeinsame Absprache zur Einsatzplanung möglich ist, kann auch eine Leitungsentscheidung keine Zufriedenheit herbeiführen.
· Wenn Informationen als Bringschuld behandelt werden, statt verfügbare Informationen zu suchen, dann ist immer der andere an Kommunikationsdefiziten schuld.

Meine Erkenntnis: Ich hätte mehr Aufmerksamkeit der Kultur widmen sollen. Denn es ist Aufgabe der Leitung, Kultur aktiv zu gestalten – nicht durch Anweisungen, sondern durch Räume für Dialog. Das gelingt mit Formaten wie:

– Regelmäßigen Gesprächen über Führung, ihre Grenzen und gemeinsame Werte – jenseits von Sachthemen.
– Systematischer Erfassung von Zufriedenheitsfaktoren, um Dialoge auf Fakten zu stützen.
– Partizipativer Analyse externer Herausforderungen, bei der das Team angemessene Maßnahmen auf diese mitentwickelt.
– Teamworkshops, in denen die Mitarbeitenden Faktoren für Arbeitszufriedenheit sammeln und überlegen, welche im Team selbst gestärkt werden können.
– Gemeinschaftsfördernden Maßnahmen wie Value Days, Möglichkeiten eigenes Wissen zu präsentieren, gemeinsame Momente des Innehaltens im Arbeitstag.

Rückblickend fehlte mir selbst oft die Zeit, diese Kulturarbeit zu priorisieren. Deshalb unterstütze ich als Berater Führungskräfte dabei, genau das zu ändern – und Teams zu befähigen, ihre Kultur selbst zu gestalten. Schaut auf meine Webseite www.mioberatung.de oder kontaktiert mich direkt.

Artikel auf LinkedIn