Erfahrungen aus der Beraterpraxis (Teil 4 von 5):
Externe Trends setzen Ihr Unternehmen unter Druck. Sie haben erste Anpassungen eingeleitet – doch der echte Durchbruch bleibt aus.
Warum?
Die ersten Schritte sind oft harmlos. Sie schonen Gewohnheiten, schonen Strukturen. Doch die wirklich notwendigen Entscheidungen? Die stellen das Selbstbild infrage. Die verlangen Veränderung. Und weil das wehtut, werden sie aufgeschoben.
Die Analyse:
Erfolgreiche Anpassung scheitert daran, dass wir Unbequemes vermeiden – ob es nun eine Entscheidung, ein Gespräch oder eine Maßnahme ist. Doch genau diese Momente sind es, die über Erfolg oder Misserfolg entscheiden.
Meine Anregungen
⚙️ Arbeit mit Szenarien
Was wäre die bestmögliche, wahrscheinlichste und schlechteste Entwicklung, wenn Sie die Veränderung nicht anstoßen? Dies vermeidet blinden Optimismus und schafft Realismus. Auch nicht zu handeln, ist eine Entscheidung.
⚙️Systemisch Konsensieren
Erfassen Sie Vorbehalte gegen Veränderung – aber auch gegen den Status quo. Dann zeigt sich: Die unangenehme Option ist trotzdem die beste.
⚙️Handlungen zeitlich strukturieren
Setzen Sie Deadlines und Zeitfenster insbesondere für unangenehme Aufgaben. Entscheidungen werden durch klare Phasen für Informationsbeschaffung, Einwände und die finale Entscheidung definiert. Das schafft Verbindlichkeit – und verhindert, dass Sie sich in Details verlieren.
⚙️Sich selbst fordern lassen
Verpflichten Sie sich gegenüber anderen zur Umsetzung. Präsentieren Sie Ihre Umsetzungsziele den Mitarbeitenden und berichten später über Fortschritte. Nutzen Sie regelmäßige Reviews im Führungskreis oder eine externe Sparringspartner:in, die Sie konsequent herausfordert.
⚙️Eine positive Vision entwickeln
Geben Sie Ihrem Team und sich selbst die Chance, Bilder der Zukunft zu entwickeln. Wichtig: Der Purpose der Organisation bleibt spürbar – nur die Umsetzung ändert sich.
⚙️Kleine Schritte wagen
Was wäre der erste, machbare Schritt in Richtung Veränderung? Ein Anfang gibt Mut – und erlaubt es, unterwegs nachzusteuern.
𝗪𝗶𝗲 𝘃𝗲𝗿𝗵𝗶𝗻𝗱𝗲𝗿𝗻 𝗦𝗶𝗲, 𝗱𝗮𝘀𝘀 𝘂𝗻𝗮𝗻𝗴𝗲𝗻𝗲𝗵𝗺𝗲 𝗘𝗻𝘁𝘀𝗰𝗵𝗲𝗶𝗱𝘂𝗻𝗴𝗲𝗻 𝘃𝗲𝗿𝗺𝗶𝗲𝗱𝗲𝗻 𝘄𝗲𝗿𝗱𝗲𝗻?
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